Kontakt Hyperthermie im JosefCarree Prof. Dr. med. I. A. Adamietz Praxisgemeinschaft für Hyperthermie Gudrunstraße 56 D - 44791 Bochum Tel.: +49(0)234.509 5160 Fax: +49(0)234.509 5253 hyperthermiepraxis-im-josef-carree@web.de

Herzlich Willkommen auf unserer Webseite!

Die Wärmebehandlung (Hyperthermie) ist eine traditionelle Heilmethode. Sie wird in fast allen Kulturen der Welt seit geraumer Zeit angewandt. Allgemein dient dieses Verfahren dazu, körpereigene Abwehrkräfte zu stärken und Krankheitserreger gleichzeitig zu schwächen. Die Hyperthermie (griechisch: Überwärmung) ist eine Therapieform, bei der eine bestimmte Region gezielt oder der gesamte Körper erwärmt wird. Diese Behandlungsmethode ist bei vielen Erkrankungen einsetzbar. Unsere Praxis bietet die lokale (regionale) und die Ganzkörperhyperthermie im niedrigen und moderaten Temperaturbereich an. Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie über unsere Leistungen. Hier erfahren Sie, welche Behandlungsangebote zur Verfügung stehen und mit welchen Techniken wir arbeiten. Wenn Sie Fragen oder Wünsche bezüglich einer Behandlung haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Kann mir Wärmetherapie (Hyperthermie) helfen?

Wärmetherapie stellt ein gut verträgliches Behandlungsverfahren dar und kann bei vielen Erkrankungen wirksam eingesetzt werden. Wir wenden die Hyperthermie an zur: Behandlung von Tumorerkrankungen und ihren Rückfällen Behandlung von chronischen Entzündungen und Infektionen Behandlung von schmerzhaften degenerativen Erkrankungen Behandlung von Nebenwirkungen onkologischer Therapie In der Medizin gibt es jedoch immer wieder Ausnahmen, deshalb sollte jeder therapeutischen Entscheidung eine Beratung mit dem Arzt vorausgehen.

Erfahrung und Können im Sinne des Patienten

einsetzen.

Die Ziele unserer Praxis bestehen darin, die Überwärmung des Körpers mit großer Sorgfalt und reproduzierbar durchzuführen, die Wärmetherapie mit weiteren Behandlungsverfahren in Einklang zu bringen und die Wirkung der Hyperthermie optimal zu nutzen.

Herzlich Willkommen in unserer Praxis.

Wir bieten in unserer Praxis die therapeutische Anwendung der Wärme an.

Hyperthermie:

Die Hyperthermie ist ein Behandlungsverfahren, bei dem der Körper entweder insgesamt oder gezielt in bestimmten Regionen mit verschiedenen Verfahren erwärmt wird. Die Praxisgemeinschaft bietet die Anwendung der regionalen und Ganzkörperhyperthermie im niedrigen und moderaten Bereich an. Sie kooperiert mit weiteren Einrichtungen, die eine Hochtemperatur Ganzkörperhyperthermie anbieten. Auf diese Weise wird das gesamte Spektrum der Wärmetherapie (Thermotherapie) angeboten. Definition der Hyperthermie Hyperthermie (= Überwärmung) bedeutet eine Erwärmung des gesamten Körpers oder einer seiner Körperregionen zu therapeutischen Zwecken über die normale Temperatur hinaus.

Formen der Hyperthermie

Alle Hyperthermieverfahren lassen sich unterteilen in Abhängigkeit von der Art und Weise, wie die erhöhte Temperatur des Körpers zustande kommt, in welcher Körperregion die Wärme eingesetzt wird und mit welchen Hilfsmitteln dies geschieht. In Abhängigkeit davon, ob der Körper selbst die Temperatur erhöht oder die Wärme von außen erzeugt wird, sprechen wir von der aktiven bzw. von der passiven Hyperthermie

Aktive Hyperthermie

Im Rahmen der aktiven Hyperthermie wird der Körper durch die Gabe von fieberauslösenden Stoffen aktiv dazu veranlasst, Fieber zu erzeugen. Dieses Verfahren wird heute allerdings nur noch selten angewandt, da es schlecht steuerbar und im Vergleich zu den nachfolgend genannten Verfahren risikoreicher ist.

Passive Hyperthermie

Bei der passiven Hyperthermie erfolgt eine kontrollierte Überwärmung von Körperregionen oder des gesamten Körpers unter Anwendung spezieller Geräte. Passive Hyperthermie wird je nach der Region des Körpers in die Ganzkörperhyperthermie und die lokale (regionale) Hyperthermie unterteilt. Bei der Ganzkörperhyperthermie werden nach der angestrebten und erreichten Kerntemperatur des Körpers verschiedene Behandlungsbereiche unterschieden:

Ganzkörperhyperthermie (GKH):

Milde GKH (- 38,4°C) Moderate GKH (38,5°C - 40,4°C) Extreme GKH (40,5°C - 42,8°C) Die Lokale Hyperthermie wird auf der Grundlage der erwärmten Region des Körpers in oberflächliche, halbtiefe und tiefe Form unterteilt.

Lokale Hyperthermie:

Oberflächenhyperthermie Halbtiefenhyperthermie Tiefenhyperthermie Für die lokale (regionale) Erzeugung der Wärme werden gegenwärtig zwei Verfahren verwendet. Das erste nutzt die hochfrequenten Ströme mit der konstanten Wellenlänge (13,56 MHz). Zwischen zwei speziell zu diesem Zweck konzipierten Elektroden entsteht aufgrund des Wiederstands des Körpers in der therapierten Region die Wärme. Dieses Phänomen wird kapazitive Kopplung genannt und deshalb wird diese Methode als kapazitive Hyperthermie bezeichnet. Das zweite Verfahren nutzt mehrere Applikatoren, die ebenfalls hochfrequente Wellen, aber nicht konstanter sondern wechselnder Energie in den Körper ausstrahlen und somit den Körper erwärmen. In unserer Praxis wird das erste Verfahren verwendet. Offensichtlich können auch Ströme mit deutlich niedrigerer Frequenz als diejenige, die zur Erwärmung des Körpers verwendet werden, heilende Wirkung erzeugen. Diese niedrig frequenten Ströme können den hohen Frequenzen während der kapazitiven Erwärmung in einem komplexen technischen Verfahren hinzugefügt werden. In diesem Fall wird dieses Verfahren als Elektrohyperthermie bezeichnet. Neben den beschriebenen, nicht invasiven Formen der Hyperthermie können bestimmte Körperregionen auch invasiv erhitzt werden. Zu diesen Methoden gehören z.B. Laser Induzierte Thermo Ablation (LITT), Radiofrequenz induzierte Ablation etc.. Die invasiven Formen der Hyperthermie werden in unserer Praxis nicht angewandt.

Ganzkörperhyperthermie (GKH)

Bei der Ganzkörperhyperthermie wird der gesamte Körper überwärmt, es wird sozusagen ein "künstliches Fieber" erzeugt. Bei diesem Verfahren wird zwischen der milden, der moderaten und der extremen Form der Ganzkörperhyperthermie unterschieden. Die Erwärmung erfolgt in der Regel über einen Zeitraum von 60 – 240 Minuten. Als Begleitung der Hyperthermie können parenteral (als intravenöse Infusion) verschiedene Substanzen (z. B. hochdosiertes Vitamin C, Selen etc.) gegeben werden. Ein Mitarbeiter unseres Teams begleitet Sie während der Behandlung. Milde Ganzkörperhyperthermie Moderate Ganzkörperhyperthermie Extreme Ganzkörperhyperthermie Anwendungsgebiete

Milde Ganzkörperhyperthermie

Bei der milden Ganzkörperhyperthermie wird das Gewebe bis max. 38,4°C erwärmt. Dabei werden weder Narkotika noch Schmerzmittel verabreicht. Während der Therapie werden die essentiellen vitalen Parameter überprüft.

Moderate Ganzkörperhyperthermie

Auch bei der moderaten Ganzkörperhyperthermie, bei der Körpertemperaturen zwischen 38,5°C – 40,4°C erreicht werden, sind Schmerzmittel oder Narkotika nur selten erforderlich. Auch hier werden während der Therapie die essentiellen vitalen Parameter überprüft.

Extreme Ganzkörperhyperthermie

Bei dieser Methode kann im Organismus nach etwa 2 - 4 Therapiestunden eine Körperkerntemperatur von 40,5°C bis 42,8°C erreicht werden. Da ab 43°C auch gesundes Gewebe geschädigt werden kann, muss streng darauf geachtet werden, dass diese Temperatur nicht überschritten wird. Es erfolgt eine permanente Überwachung aller Vitalfunktionen. Die Patienten erhalten während dieser extremen Ganzkörperhyperthermie Schmerzmittel und Narkotika. Über die Ganzkörperhyperthermie liegen Studien vor, die eine Durchführbarkeit der Methode belegen und ein besseres Ansprechen insbesondere bei therapierrefraktären und -resistenten Erkrankungen erwarten lassen. Anwendungsgebiete Krebserkrankungen Nebenwirkungen der Krebstherapie (Leukopenie, Fatigue) Rheumatische Krankheiten chronische Rückenschmerzen – Ischialgien chronische Infektionen Fibromyalgie Arthrose Neuralgien Asthma bronchiale Neurodermitis Migräne Arterielle Hypertonie Morbus Bechterew Tinnitus Lokale Hyperthermie Die lokale Hyperthermie kann durch externe, intraluminale (=Hohlorgan, wie z.B. Harnblase) oder interstitielle (= im Organgewebe) Methoden erreicht werden. Die externe Anwendung von Wärme wird für die Ober­flächen­-, Halbtiefen- und Tiefenhyperthermie benutzt. Mit z.B. kapazitiv gekoppelten Elektroden oder radiativen Hochfrequenzmethoden können Teilkörper-Hyperthermien erzielt werden.

Lokale Oberflächenhyperthermie

Die lokale Oberflächenhyperthermie wird bei begrenzten Tumoren angewendet, die auf der Haut oder dicht darunter liegen. Bei diesem Verfahren wird ein Applikator über der Hautstelle befestigt, unter der der Tumor liegt. Der Applikator ist mit Wasser gefüllt und aus flexiblem Silikonmaterial. Im Applikator befinden sich Elektroden, die den betroffenen Bereich mit hochfrequenten Wechselstrom versorgen. Zwischen Applikator und der behandelten Stelle des Körpers muss stets eine Wasservorlaufstrecke zur Ankopplung, der so genannte Wasserbolus, positioniert werden.

Lokale Tiefenhyperthermie

Mit der lokalen Tiefenhyperthermie wird eine umschriebene Region des Körpers behandelt. Die im Gewebe erzeugte Temperatur liegt zwischen 38°C – 41°C.

Elektrohyperthermie

Das Verfahren der Elektrohyperthermie verknüpft die Erwärmung des Körpers mit Hilfe eines konstant hochfrequenten elektromagnetischen Feldes (13,56 Mhz) mit schwankenden Stromfrequenzen (5-10.000 Hz), die das hochfrequente Hauptsignal modulieren. Es wird angenommen, dass dadurch eine Wirksamkeitssteigerung von 20% erreicht werden kann.

Kapazitive Hyperthermie

Die kapazitive Hyperthermie nutzt die Energieübertragung auf den Körper mittels eines hochfrequenten elektrischen Feldes. Der Vorgang wird auch als kapazitive Kopplung bezeichnet. Die kapazitive Kopplung wurde erstmals 1970 in der onkologischen Hyperthermie eingesetzt und wird seither häufig verwendet. Die meisten Hyperthermie-Geräte arbeiten nach dem Prinzip der kapazitiven Kopplung, da dieses Verfahren keine besondere Abschirmung erfordert und die Energiezufuhr einfach zu steuern ist. Die angewandte Wellenfrequenz beträgt 13,56 Mhz.

Effekte der Hyperthermie

Die Effekte der Hyperthermie auf biologische Strukturen sind komplex und vielschichtig. Sie sind abhängig von der Temperatur, der Dauer der Applikation, der Aufwärmungszeit, der Form, Art und Größe des Gewebes, der Durchblutung und der Homogenität der Temperaturverteilung und betreffen die Denaturierung zelluarer und subzellularer Elemente. Die Hyperthermie steigert die Blutversorgung des Gewebes, regt die Stoffwechselvorgänge an, führt zur Herabsetzung der Muskelspannung. Aus diesem Grunde kommt sie bei Ischialgien, Rheuma, Arthrose sowie bei Muskelverspannungen und Krämpfen zum Einsatz. Weitere Anwendungen sind chronische Entzündungen. Dank der Erkenntnisse der thermobiologischen Grundlagenforschung, die seit den siebziger Jahren systematisch betrieben wird, gilt als gesichert, dass Temperaturen ab 40,5° C am Tumor direkt schädigend wirken, d.h. eine zellabtötende bzw. wachstumshemmende Wirkung auf bösartiges Gewebe entfalten. Die Hyperthermie erzeugt eine Überwärmung der Tumorzellen, die zu Veränderung des Stoffwechsels des Tumors führt. Hierdurch wird die Hemmung der Tumorvermehrung erreicht. Ab 38.5° C werden die Eigenschaften der Tumorzellen so verändert, dass die Widerstandsfähigkeit gegen diese Behandlungsmaßnahmen verringert wird. Sie verändern sich unter der Hitzeeinwirkung dahingehend, dass das körpereigene Immunsystem sie besser von gesundem Gewebe unterscheiden und vernichten kann. Eine bislang mäßige Wirkung der Chemotherapie oder Strahlentherapie kann auf diesem Wege gesteigert werden. Falls im gleichen Zeitraum eine Chemotherapie und/oder Strahlentherapie durchgeführt wird, ist somit durch die Hyperthermie eine Wirkungsverstärkung dieser Verfahren am Tumor zu erwarten. Die Hyperthermie bereichert deshalb unsere therapeutischen Möglichkeiten, weil sie die Effekte der konventionellen Therapiemaßnahmen steigern kann. Die vorhandenen Geräte verfügen über physikalisch-technische Eigenschaften, die den Anforderungen einer Überwärmungstherapie umfassend genügen

Enzyklopädie der Wärme

Die Wärmebehandlung (Hyperthermie) ist eine traditionelle Heilmethode, die in fast allen Kulturen seit geraumer Zeit zur Anwendung kommt. Allgemein dient dieses Verfahren dazu, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken und Krankheitserreger gleichzeitig zu schwächen. Hier erklären wir Ihnen wichtige Begriffe im Zusammenhang mit dieser Methode. Aktive Hyperthermie Alternative Therapiemaßnahmen Anwendungsgebiete Chemotherapie Degenerative Erkrankungen Fibromyalgie Fiebertherapie Ganzkörperhyperthermie Geschichte der Hyperthermie Jauregg von, Julius Wagner Komplementäre Therapie Kostenerstattung Lokale Hyperthermie Nebenwirkungen onkologischer Therapien Passive Hyperthermie Radioonkologie Radiotherapie Regionale Tiefenhyperthermie Reproduzierbar Rheumaerkrankungen Schulmedizinische Behandlungsverfahren Strahlentherapie Vitamin C

Aktive Hyperthermie

Eingriffe in Organismus und Körperfunktionen die zur Erhöhung der Körpertemperatur führen.

Alternative Therapiemaßnahmen

Sammelbezeichnung für Behandlungsmethoden, die sich als Alternative zu wissenschaftlich begründeten Therapieverfahren angeboten werden.

Anwendungsgebiete

Krankheiten oder Symptome die therapeutische angegangen werden Chemotherapie Als Chemotherapie bezeichnen wir die Behandlung eines Krebsleidens (Tumorerkrankung), mit den so genannten Zytostatika (Griechisch von cyto= Zelle und statik= anhalten). Diese Medikamente haben zum Ziel die Vernichtung oder, falls dies nicht mehr möglich ist, die Verkleinerung des Tumors. Chemotherapie greift die Tumorzellen während ihrer Teilungsphase an, da sie sich durch ihr unkontrolliertes Wachstum sehr oft, viel öfters als die meisten gesunden Zellen, teilen. Allerdings werden bei dem Einsatz der Chemotherapie auch gesunde Zellen betroffen, woraus sich die zahlreichen unvermeidbaren Nebenwirkungen der Chemotherapie ergeben. Um den Kranken eine optimale Therapie zukommen zu lassen, wird die Chemotherapie häufig mit einer Bestrahlung, einem chirurgischen Eingriff oder Wärmetherapie kombiniert, um so das Ergebnis der Tumorbehandlung zu verbessern.

Degenerative Erkrankungen

Krankheiten, bei denen Gewebestrukturen und Organe durch das Krankheitsgeschehen in ihrer Struktur oder Funktion nachhaltig beeinflusst beziehungsweise geschädigt werden, bezeichnen wir als „degenerative Erkrankungen“. Manchmal sprechen wir auch von Abnutzungserkrankung oder Verschleißerkrankung. Ein typisches Beispiel dafür ist Arthrose.

Fibromyalgie

Die Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz) ist eine chronische und unheilbare Erkrankung. Sie ist durch weit verbreitete Schmerzen mit wechselnder Lokalisation in der Muskulatur, um die Gelenke und Rückenschmerzen und auch Druckschmerzempfindlichkeit (dazu weiteres unter Diagnose) sowie Begleitsymptome wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, Konzentrations- und Antriebsschwäche, Wetterfühligkeit, Schwellungsgefühl an Händen, Füßen und Gesicht und viele weitere Beschwerden charakterisiert.

Fiebertherapie

Die Fiebertherapie gilt als aktive Form der Hyperthermie, weil der Körper mittels bakterieller oder anderer Substanzen dazu veranlasst wird, selbst Wärme (Fieber) zu erzeugen. Durch Bakterientoxine wird eine Erhöhung der Körpertemperatur auf 38,5° bis 40,5° ausgelöst. Während des Fieberschubs von meist 3 bis 4 Stunden kommt es zu einer Mobilisierung sämtlicher Immunaktivitäten im Organismus.

Ganzkörperhyperthermie

Bei der Ganzkörperhyperthermie wird der gesamte Körper überwärmt.

Geschichte der Hyperthermie

Die heilende Wirkung der erhöhten Körperwärme erkannten bereits die altägyptischen Hochkulturen (2400 v. Chr.). Die antiken Griechen haben diesen therapeutischen Ansatz bewusst und konsequent angewandt. Sie nannten das Verfahren Hyperthermie (vom griechischen Hyperthermia = Überwärmung). Bis heute wird der Satz vom griechischen Arzt Parmenides (540 – 480 v. Chr.) zitiert: „ Gebt mir die Macht Fieber zu erzeugen und ich werde jede Krankheit heilen“. Im Laufe der darauf folgenden Jahrhunderte wurde die Hyperthermie auf verschiedenen medizinischen Gebieten angewandt. So war beispielsweise die künstliche Erzeugung von Fieber mit Hilfe pyrogener Stoffe bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten als Fiebertherapie üblich. Als Pionier der modernen „Fiebertherapie“ darf Julius Wagner von Jauregg gelten.

Jauregg von, Julius Wagner

Er gilt als Pionier der modernen „Fiebertherapie“. Dank eigner Beobachtung einer zufälligen Heilung einer generalisierten Paralyse bei systemischer Lues bei einem Patienten mit Erysipel entwickelte er die Fiebertherapie mittels Malaria-infiziertem Blut (Malariatherapie). Von Jauregg erhielt 1927 den Medizinnobelpreis für die Behandlung von Lues mittels Fiebertherapie. Das Verfahren hat mit dem Aufkommen der Antibiotikatherapie seine Bedeutung verloren, wird jedoch in Anbetracht der zunehmenden Resistenzen gegen Antibiotika neu in Erinnerung gerufen.

Komplementäre Therapie

Sammelbezeichnung für Behandlungsmethoden, die sich als Ergänzung zu wissenschaftlich begründeten Behandlungsverfahren.

Kostenerstattung

Ausgleich der Ausgaben für einen bestimmten Zweck. Die Kostenerstattung für die Hyperthermie wird von den deutschen Krankenkassen unterschiedlich gehandhabt.

Lokale Hyperthermie

Therapieform, bei der bei oberflächlichen Erkrankungen Wärme eingesetzt wird.

Nebenwirkungen onkologischer Therapien

Onkologische Behandlung oder Behandlung von Tumoren besteht hauptsächlich aus drei Säulen, der Chirurgie, der Strahlentherapie und der medikamentösen Therapie (Zytostatika, Hormone, Antikörper). Alle Verfahren haben Vernichtung des Tumors zum Ziel. Alle Veränderungen an gesunden Organen, die in diesem Zusammenhang entstehen, werden als Nebenwirkungen oder unerwünschte Effekte bezeichnet. Alle Nebenwirkungen die während der Therapie entstehen bezeichnen wir als akut. Nebenwirkungen die nach Wochen, Monaten oder Jahren nach der Behandlung entstehen werden als spät oder als Folgen der Therapie genannt. Beispiele für frühe unerwünschte Effekte sind Übelkeit, Haarausfall, Schleimhautenzündung oder Blutarmut. Beispiele für Therapiefolgen sind Fatigue (Müdigkeit), dauerhafte Immunschwäche oder Hautverhärtung.

Passive Hyperthermie

Sie bezeichnet die Erhöhung der Körpertemperatur infolge der Energiezufuhr von außen.

Radioonkologie

Das Wort Radioonkologie besteht aus zwei Begriffen: Radio und Onkologie. Der erste steht für die Anwendung ionisierender Strahlung, der zweite für die Behandlung von Tumoren. Somit bezeichnet die Radioonkologie das Fachgebiet, das sich mit der Behandlung von Tumoren mit Hilfe von Strahlung beschäftigt. In Deutschland wird die Bezeichnung auch für ein eigenständiges medizinisches Fachgebiet verwendet, das die Behandlung bösartiger und gutartiger Erkrankungen durch Radiotherapie einschließlich der medikamentösen und physikalischen Verfahren zur Radiosensibilisierung und Verstärkung der Strahlenwirkung auf den Tumor umfasst.

Radiotherapie

Siehe Strahlentherapie

Regionale Tiefenhyperthermie

Überwärmung einer Körperregion, wie des Beckenbereichs, des Bauchbereichs usw.

Reproduzierbar

Der Begriff „reproduzierbar“ bezeichnet die Durchführung eines definierten Vorgangs, z.B. einer medizinische Behandlung unter den gleichen Bedingungen. Die Reproduzierbarkeit ist Vorrausetzung der Qualität. In der Medizin ist die Fähigkeit die Behandlungen stets unter gleichen, kontrollierten Bedingungen durchzuführen deshalb sehr wichtig.

Rheumaerkrankungen

Rheuma ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Krankheiten des Bewegungs- und Stützapparats, die nicht durch Verletzungen oder Tumore hervorgerufen wurden und sich durch ziehenden, reißenden oder fließenden Schmerz bemerkbar machen. Man unterscheidet heute bis zu 400 verschiedene rheumatische Erkrankungen. Neben Knochen, Gelenken, Kapseln, Sehnen oder Muskeln können auch beinahe alle Organe von rheumatischen Erkrankungen betroffen sein, denn Bindegewebsstrukturen finden sich nahezu überall im Körper.

Schulmedizinische Behandlungsverfahren

Naturwissenschaftlich orientierte Medizin

Strahlentherapie

Der Begriff Strahlentherapie bezeichnet die Anwendung von kurzwelligen elektromagnetischen Wellen (ionisierende Strahlung) oder Teilchen zu therapeutischen Zwecken. Bestrahlung ist ein bewährtes Verfahren in Behandlung gutartiger und bösartiger Erkrankungen (Krebs). Sie kann zu therapeutischen oder palliativen Zwecken verwendet werden.

Vitamin C

Ascorbinsäure ist ein farb- und geruchloser, kristalliner, gut wasserlöslicher Feststoff mit saurem Geschmack. Vitamin C ist ein Radikalfänger und hat eine antioxidative Wirkung. Weiterhin stellt Vitamin C einen wichtigen Faktor bei der Biosynthese des Kollagens. Mangel an Vitamin C führt zu einer Instabilität von Kollagen. Da Kollagen in praktisch allen Organen und Geweben des menschlichen und tierischen Organismus vorkommt, vor allem im Bindegewebe wird bei Mangel von Vitamin C Skorbut ausgelöst. Die Stimulation der körpereigenen Abwehr, die dem Vitamin C oft zugeschrieben wird, wird unter anderem durch einen Schutz der Phagozytenmembran vor oxidativer Selbstzerstörung erklärt. Zudem wurde in Tierversuchen eine erhöhte Interferonproduktion sowie eine Aktivierung des Komplementsystems nach Gabe von Vitamin C beobachtet werden. Generell wurde bei Leukozyten im Blut, die einen wichtigen Stellenwert in der Immunabwehr einnehmen, ein hoher Ascorbinsäuregehalt festgestellt. Weiterhin scheint Vitamin C Einfluss auf zahlreiche weitere neutrophile Funktionen zu haben, wie die Chemotaxis, Aufnahme von Partikeln durch Phagozyten und Lysozym-beeinflusste nicht-oxidative Immunreaktion.
Die Erstvorstellung und Behandlungstermine können flexibel und nach Wunsch vereinbart werden, in begründeten Fällen beraten und behandeln wir auch am Wochenende. Sollte die Praxis einmal nicht besetzt sein, haben Sie neben einer Kontaktaufnahme über Email oder Fax auch die Möglichkeit, auf einem Anrufbeantworter eine Nachricht mit Ihrer Telefonnummer zu hinterlassen. Sobald wir diese erhalten haben, werden wir Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

Unsere Sprechzeiten

Montag: 7:30 - 14:00 Uhr

Dienstag: 7:30 - 14:00 Uhr

Mittwoch:

nach Vereinbarung

Donnerstag: 7:30 - 14:00 Uhr

Freitag: 7:30 - 14:00 Uhr

Hyperthermie im JosefCarree