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Effekte der Hyperthermie

Die Effekte der Hyperthermie auf biologische Strukturen sind komplex und vielschichtig. Sie sind abhängig von der Temperatur, der Dauer der Applikation, der Aufwärmungszeit, der Form, Art und Größe des Gewebes, der Durchblutung und der Homogenität der Temperaturverteilung und betreffen die Denaturierung zelluarer und subzellularer Elemente.

Die Hyperthermie steigert die Blutversorgung des Gewebes, regt die Stoffwechselvorgänge an, führt zur Herabsetzung der Muskelspannung. Aus diesem Grunde kommt sie bei Ischialgien, Rheuma, Arthrose sowie bei Muskelverspannungen und Krämpfen zum Einsatz. Weitere Anwendungen sind chronische Entzündungen.

Dank der Erkenntnisse der thermobiologischen Grundlagenforschung, die seit den siebziger Jahren systematisch betrieben wird, gilt als gesichert, dass Temperaturen ab 40,5° C am Tumor direkt schädigend wirken, d.h. eine zellabtötende bzw. wachstumshemmende Wirkung auf bösartiges Gewebe entfalten. Die Hyperthermie erzeugt eine Überwärmung der Tumorzellen, die zu Veränderung des Stoffwechsels des Tumors führt. Hierdurch wird die Hemmung der Tumorvermehrung erreicht. Ab 38.5° C werden die Eigenschaften der Tumorzellen so verändert, dass die Widerstandsfähigkeit gegen diese Behandlungsmaßnahmen verringert wird.  Sie verändern sich unter der Hitzeeinwirkung dahingehend, dass das körpereigene Immunsystem  sie besser von gesundem Gewebe unterscheiden und vernichten kann. Eine bislang mäßige Wirkung der Chemotherapie oder Strahlentherapie kann auf diesem Wege gesteigert werden.

Falls im gleichen Zeitraum eine Chemotherapie und/oder Strahlentherapie durchgeführt wird, ist somit durch die Hyperthermie eine Wirkungsverstärkung dieser Verfahren am Tumor zu erwarten.

Die Hyperthermie bereichert deshalb unsere therapeutischen Möglichkeiten, weil sie die Effekte der konventionellen Therapiemaßnahmen steigern kann. Die vorhandenen Geräte verfügen über physikalisch-technische Eigenschaften, die den Anforderungen einer Überwärmungstherapie umfassend genügen.

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